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Der Mietvertrag in der Schweiz

Von am 11. Mai 2016

Sie stehen kurz vor der Unterzeichnung eines Mietvertrags? Dieser Artikel zeigt Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Im Mietvertrag werden die Rechte und Pflichten beider Mietparteien – Mieter und Vermieter – festgehalten. Entgegen der weitläufigen Annahme muss er nicht schriftlich geschlossen werden. Üblich ist es schon. Bei mündlichen Mietverträgen gelten die allgemeinen rechtlichen Bestimmungen, schriftliche Mietverträge lassen indes auch individuelle Vereinbarungen zu.

Unser Tipp: Lesen Sie den Mietvertrag sehr genau durch, bevor Sie Ihre Unterschrift auf das Papier setzen. Im Zweifel sollten Sie sich sogar die Zeit nehmen, einen Anwalt zu konsultieren. Gehen Sie hier auf Nummer Sicher, denn ein abgeschlossener Mietvertrag stellt nun einmal ein Rechtsgeschäft dar. Sie unterstellen sich also den Bestimmungen des Mietrechts.

Vertragsinhalt

Das Mietrecht gehört zum Schweizerischen Obligationenrecht (OR). Hier finden Sie sämtliche Vorgaben der Punkte, die zwingend Bestandteil des Vertrags zwischen Vermieter und Mieter sind. Alles, was darüber hinaus geht und den Vorgaben nicht zuwider handelt, kann zwischen Vermieter und Mieter frei vereinbart werden.

Neben dem Mietrecht greift auch die Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG). Hier werden weitere wichtige Punkte rechtlich gesichert.

Fixe Angaben im Mietvertrag

Wenn Sie Ihren Mietvertrag anschauen, stellen Sie fest, dass dort fixe, nicht veränderbare Angaben und individuelle Vereinbarungen enthalten sind. Zu den Angaben, die zwingend Bestandteil jedes Mietvertrags sein müssen, gehören:

  • Mietparteien: Genaue Angaben dazu, wer Vermieter und wer Mieter ist. Die Unterschriften müssen zu diesen Angaben passen, da erst dann die rechtlichen Bestimmungen greifen.
  • Mietsache(-objekt): Der Vermieter muss alles aufzählen, was er dem Mieter zum Gebrauch überlässt. Auch Nebenräume wie eine Waschküche oder ein Keller müssen aufgeführt werden.
  • Mietdauer: Hier erfolgt die Angabe, ob der Mietvertrag auf bestimmte oder unbestimmte Zeit abgeschlossen wird. Bei bestimmter Mietdauer endet das Mietverhältnis auf ein zuvor festgelegtes fixes Datum. Bei einem Vertrag auf unbestimmte Zeit haben beide Parteien das Recht den Vertrag jederzeit und unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen zu kündigen.
  • Mietzins und Nebenkosten: Der Vermieter muss den Mietzins und die Nebenkosten aufführen. Fehlt die Angabe der Nebenkosten wird regelmässig davon ausgegangen, dass sie im vereinbarten Mietzins enthalten sind.
  • Mietkaution: Eine Mietkaution muss nur dann vom Mieter erbracht werden, wenn sie ausdrücklich im Vertrag erwähnt wird. Sie darf bei Wohnräumen die Monatsmieten nicht überschreiten. Die Summe der hinterlegten Kaution ist im Mietvertrag ebenfalls genau festzuhalten.

Mietvertrag-Streitigkeiten

Manchmal kommt es im Laufe des Mietverhältnisses zu Streit zwischen den Mietparteien. Hier hilft die örtlich zuständige Schlichtungsstelle kostenlos weiter. Die Schlichtungsbehörde ist kantonal, regional oder kommunal geordnet und berät Vermieter und Mieter in sämtlichen Mietfragen. Eine gütliche Einigung wird stets angestrebt. Geht es bei den Streitigkeiten um eine Kündigung, die Verwendung der hinterlegten Mietzinsen oder die Erstreckung des Mietverhältnisses kann durch die Schlichtungsbehörde ein Entscheid erlassen werden.

Downloads 

Allgemeiner Mietvertrag für Wohnräume

Untermietvertrag für Wohnungen

Quelle: ImmoScout24.ch

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